Alleskönner
Knoblauch
(Alium Sativum aus der
Familie der Liliacaea
von Helga Wagner, 406 Leonding
Herodot, der Vater der Geschichte, berichtet, daß beim Bau der großen Cheopspyramide allein für die Zwiebel-Rettich- und -Knoblauch-Kost der Arbeiter, um sie gesund zu erhalten, 1.600 Silbertalente (= 28 Mio ATS) aufgewendet wurden. Der Knoblauch ist eine der "internationalsten Heilpflanzen da jedes Volk der Erde seine Knoblauchrezepte hat.
Die große Heilkraft des Knoblauchs beruht auf seinen lnhaltsstoffen:
Dadurch wirkt er im menschlichen Bereich:
Darm-Herz-Lunge, diese Hauptorgane, werden von dieser "Wunderzwiebel" heilend beeinflußt. Diese Wirkungen erzeugt nur der natürliche Knoblauch, Knoblauchpräparate (Pillen) entbehren diese Wirkung weitgehend, die offenbar nur an die lebende Pflanze gebunden ist.
Im pflanzlichen Bereich, dh im Garten, nimmt der Knoblauch die Stellung eines Gartendoktors bzw. eines Gesundheitsdienstes ein. Er wirkt vorbeugend gegen Pilzkrankheiten, Mäuse und Schnecken in Form von Zwischenpflanzung, als Brühe, Jauche oder Tee. In der Nr. 2/2000 dieser Reihe wurde Knoblauch bereits als wirksame Saatgutbeize beschrieben.
In der Zwischenpflanzung, zwischen Erdbeeren insbesondere, verhindert er deren zahlreich auftretende Pilzkrankheiten, wie Grauschimmel, Lederbeerigkeit, Fäule, aber auch Älchen und Milben. Bei Gurken wirkt er gegen den Mehltau, bei Tomaten und Kartoffeln gegen Kraut- und Knollen fäule. Engerlinge, Mäuse und Schnecken scheuen den Geruch.
Unter Obstbäumen, besonders unter Obsthecken und -spalieren gepflanzt, fördert er deren Widerstandsfähigkeit gegen Schorf- und Rostbefall sowie Pfirsichkräuselkrankheit. Genauso hilfreich erweist sich der Knoblauch im Blumengarten. Er wirkt auch da pilzbekämpfend bei Rosen, Tulpen und Lilien und sehr gesundend bei Älchen- und Mehltaubefall des hohen Sommerphloxes (Phlox paniculeta).
Wer nicht so viel Knoblauch in seinem Garten gepflanzt haben will, der greife zur Knoblauchjauche:
500 g frische, feinzerhackte Knoblauchzehen in 101 Wasser ca. 2 Wochen vergären lassen, 1:10 mit Regenwasser verdünnen und auf den Boden spritzen.
Oder man bereite Knoblauchtee:
10 g frische, feinzerhackte
Knoblauchzehen mit II heißem (nicht kochendem) Wasser
überbrühen und 24 Stunden ziehen lassen, abseihen und 1: 3
mit Regenwasser verdünnen.
Das Konzentrat, in dunkle Flaschen gefüllt, hält sich bis
zu 3 Wochen im Keller.
Keinen Knoblauch in jeglicher Form vertragen die Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen, Lupinen) und Kohl!